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"Die Sedimente bestehen aus Sondermüll"

Der Harzer Geologe Friedhart Knolle referiert zum Thema "Schwermetalle in der Innerste".

Kjell Sonnemann

Baddeckenstedt. "Tiere und Menschen sind die Biofilter von Schwermetallen", sagte Friedhart Knolle. Leber und Nieren nehmen die Stoffe auf, was sich ab einer gewissen Menge stark auf die Gesundheit auswirkt. Der Harzer Geologe hielt im Gasthaus Woltmann in Baddeckenstedt einen Vortrag mit dem Thema "Schwermetalle in der Innerste - alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren". Etwa 30?Zuhörer waren der Einladung des Wolfenbütteler Kreisverbands der Grünen gefolgt.

Zu Beginn zeigte der Gastredner - um den Bezug zum Innerstetal herzustellen - Berichte aus der Salzgitter-Zeitung, einen mit der Überschrift "Tierarzt: Grashalme enthalten kein Blei". Das sei eine "Binsenweisheit", meinte Knolle, ergänzte aber: "Die Belastung steckt in den Böden und Sedimenten. Die Innerste-Sedimente bestehen aus Sondermüll!"

Im Laufe des Abends mit einigen konstruktiven Diskussionen mit dem Publikum stellte sich heraus, dass der Inhalt des SZ-Artikels völlig korrekt ist: Ein Zuhörer schilderte die gleichen Erfahrungen - etwa, dass Pferde erkrankten, nachdem sie Graswurzeln aus zuvor überflutetem Weideboden gezupft hatten. Das könne das Schlusswort sein, bestätigte Knolle.

Auch der Baddeckenstedter Kommunalpolitiker Dieter Bülow war unter den Gästen: Es sei in der Vergangenheit immer wieder gesagt worden, dass sich kein Blei im fließenden Gewässer befinde. Überrascht zeigte er sich von Knolles Antwort: "Der Satz ist falsch".

Vor allem nach Hochwassern und starken Regenfällen schwimmen die Schwermetalle, die sich im Boden abgelagert haben, mit dem Innerstewasser weiter. "Jedes Hochwasser bringt den Dreck weiter nach Norden", erklärt der Experte aus dem Westharz, wo der Fluss entspringt. Im Ostharz ist es ähnlich. Nebenflüsse der Saale bringen etwa Blei, Cadmium mit sich. Und über die Elbe gelangen die Schwermetalle bis nach Hamburg.

Grund für die Bodenbelastung im Harz "ist gar nicht der Bergbau, sondern der Hüttenbetrieb", zum Beispiel in Altenau, Harlingeroder und Langelsheim, so Knolle.

Genaugenommen habe das Gewinnen von Metallen bereits in der Bronzezeit - zur Zeit der Gletschermumie Ötzi - begonnen. Und später hätten sich Herzöge und Könige von dem erwirtschafteten Geld ihre Schlösser gebaut, etwa in Wolfenbüttel und Braunschweig.

Es werde gerne gesagt, berichtet der Geologe, man kenne die Folgen erst, seitdem es entsprechende Messtechnik gebe. "Man wusste aber seit Jahrhunderten, was man tut." Großflächiges Baumsterben rund um Hüttenbetriebe und torkelnde Waldtiere, die sich vergiftet hatten (Schleuderkrankheit), waren erkennbare Zeichen, die die Menschen auch gedeutet hatten. "Das ist wie heute: Wir kennen den Klimawandel. Aber das können ja unsere Kinder machen", zog Knolle einen Vergleich. "Dabei haben wir die Technik, es besser zu machen. Wir müssen sie bloß aus der Schublade ziehen."

Mittlerweile werden bereits alte Halden saniert und versucht, belasteten Boden nicht zu verbreiten. Und das zeige Wirkung: "Das Innerste-Wasser ist ziemlich sauber, und die Luft im Harz ist rein".

Salzgitter Zeitung - 8. Juni 2018 - SZ Service

Schwermetalle in der Innerste – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren

 

Baddeckenstedt. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen.

Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

 

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert.

Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt,

in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee.

Bei Überschwemmungen der Flussauen werden belastete Sedimente auf Weiden und Äckern abgelagert.

Der Klimawandel lässt noch häufigere Starkregenereignisse und damit Überflutungen erwarten.

Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

 

Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt?

Wo genau finden sie sich?

Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht?

Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen?

Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus?

Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent

Dr. Friedhart Knolle ein am

 

06. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Woltmann, Insel 1 in Baddeckenstedt.

 

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen! 

Schwermetalle in der Innerste – alte und neue Lasten mit unsichtbaren Gefahren

 

Baddeckenstedt. Immer wieder machen die bergbaulichen Altlasten im Harz auch überregional Schlagzeilen.

Nach 3000 Jahren Metallgewinnung gibt es heute keinen Bergbau im Harz mehr, aber zahlreiche Hüttenbetriebe zeugen bis heute von dieser Zeit.

 

Für die Umwelt haben Bergbau und Hüttenwesen gravierende Folgen: Die Altlasten sind noch da und die Flusslandschaften des Harzvorlands sind bis in die Nordsee mit Schwermetallen belastet.

Denn bei der Gewinnung und Verarbeitung der Metalle wurden die Böden über Jahrhunderte mit Schwermetallen wie Blei, Zink und Cadmium angereichert.

Und das Niederschlagswasser, das durch die Halden strömt,

in denen die Abfallprodukte der Hütten lagern, nimmt die Metalle auf und transportiert sie bis heute über Innerste und Oker bis in die Nordsee.

Bei Überschwemmungen der Flussauen werden belastete Sedimente auf Weiden und Äckern abgelagert.

Der Klimawandel lässt noch häufigere Starkregenereignisse und damit Überflutungen erwarten.

Und ständig kommen neue Belastungen durch die Emissionen der heutigen Industriebetriebe hinzu.

 

Wie haben sich diese Belastungen historisch entwickelt?

Wo genau finden sie sich?

Wer ist betroffen und was wird dagegen gemacht?

Was kann man zu Gesundheitsgefahren sagen?

Wie wirken sich die Belastungen auf die Landwirtschaft aus?

Auf diese Fragen geht der Harzer Geologe und Referent

Dr. Friedhart Knolle ein am

 

06. Juni 2018 um 19.30 Uhr im Saal des Gasthauses Woltmann, Insel 1 in Baddeckenstedt.

 

Eintritt frei. Zahlreiche Gäste sind herzlich willkommen! 

Ambulant, stationär und familiär
Baddeckenstedt Abgeordnete Filiz Polat spricht sich für vielfältige Pflegeangebote aus.

Zeitungsbericht SZ 31.05.17 Von Kjell Sonnemann
Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen in Deutschland haben
das Glück, in den eigenen vier
Wänden versorgt werden zu können. Oft von ihren Angehörigen.
Von diesen seien allerdings zwei
Drittel berufstätig, zum Teil ganztägig, berichtete Filiz Polat (Grü-
ne). So gebe es einige Menschen,
die ihren Beruf aufgeben, um ihre
Verwandten zu pflegen.
Dieses Beispiel war Teil eines
Vortrags, den die Landtagsabgeordnete im Gasthaus Woltmann in
Baddeckenstedt hielt. Der Kreisverband Wolfenbüttel von Bündnis90/Die Grünen hatte zu dem
Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Pflege – Pflege der Zukunft?“ eingeladen.
Auf einen Menschen, der im
Pflegeheim wohne, komme teilweise ein monatlicher Eigenanteil
von 2000 Euro hinzu, führte Filiz
Polat weiter aus.
Außerdem bemängelte sie: „Eine Pflegekraft verdient nicht
viel.“ Es gebe noch immer Anbieter – „nicht nur private“ –, die
nicht nach Tarif bezahlen.
Es zeigte sich, dass Fördergelder fehlen, um etwa Angehörige
ausreichend zu unterstützen und
Unternehmern Anreize zu geben,
nach Tarif zu bezahlen.
Filiz Polat fand jedoch auch,
dass die neuen Pflegestärkungs
idth: 0px; "> gesetze zumindest auf dem richtigen Weg sind.
Am Diskussionstisch wurden
dann zahlreiche Bereiche rund um
die Pflege angesprochen. Im Publikum saß Hermann Jahns vom
Pflegezentrum aus Groß Elbe und
brachte viele Eindrücke aus dem
Pflege-Alltag ein.
„Ich kriege keine Fachkräfte“,
berichtete er etwa. Nur weil er eine
„Mutti-Tour“ im Dienstplan anbietet, fand er Mitarbeiterinnen.
Diese starten mit ihren ambulanten Fahrten erst, wenn der Nachwuchs im Kindergarten ist. Es helfe schon, wenn die Einrichtungen
der Kommune um 6 Uhr öffnen.
troke-width: 0px; "> Filiz Polat fügte später an, dass
die Gesundheitswirtschaft mit die
stärkste in Deutschland sei. Beim
Stichwort „Fachkräftemangel“
würden viele nur an Ingenieure
denken.
Was auch fehlt, besonders vor
Ort, sind Beratungsangebote. Einige Baddeckenstedter „scheuen
den Weg zum Landkreis Wolfenbüttel, der zuständig ist“, erklärte
Klaus Kubitschke, Bürgermeister
der Samtgemeinde Baddeckenstedt, die eine Exklave Wolfenbüttels ist. Darum schlug der Verwaltungschef öffentliche Beratungsrunden vor. Zum Beispiel
halbjährlich.
dth: 0px; "> Kubitschke hatte zuvor aufgezählt, dass in der Kommune zwei
Pflegedienste, ein Seniorenheim
und ein Gebiet für betreutes Wohnen ansässig sind.
Für vielfältige Angebote sprach
sich Filiz Polat aus. Bundesweit
müsse aber in „bessere Qualität
und Quantität investiert“ werden.

Akueller Brennpunkt

in unserer Samtgemeinde

ERDSTROMKABEL / FREILEITUNGEN

STROMKABELTRASSEN

GESUNDHEITLICHE FOLGEN DUCH MAGNETFELDER

FINAZIELLER AUSGLEICH FÜR DIE GRUNDSTÜCKSEIGENTÜMER

WIE SOLL DIE ZUKUNFT AUSSEHEN?

KOMMT ES ZU ENTEIGNUNGEN?

von links: Holger Barkhau, Angela Bösselmann, Volker Bajus, Ghalia El Boustami, Ehrhard Dette

29.01.2017

Energiewende als Chance für den Norden

Grüner Dialog zur Energiewende und Netzausbau lockte viele interessierte Bürger nach Burgdorf

„Der Klimawandel ist nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die größte Gefahr in der Geschichte der Menschheit“, so Volker Bajus in seinen Vortrag zur Energiewende. Der energiepolitischer Sprecher von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im niedersächsischen Landtag beleuchtete anschaulich die Hintergründe der Energiewende, die unter Anderem den Ausbau der Stromnetze erforderlich macht. Beginnend beim Anstieg der Treibhausgase und den daraus resultierenden weltpolitischen Herausforderungen spannte Bajus den Bogen zu den Klimaschutzzielen Deutschlands und Niedersachsens. Er wies auf die Chancen der Energiewende für den NordenDeutschlands hin.

Am Ende seines Vortrags kam Volker Bajus auf die, in Baddeckenstedt umstrittenen, Stromtrassen zu sprechen. Sowohl die Trasse „Wahle-Mecklar“ , als auch der „Südlink" sollen die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse erhöhen und so für Versorgungssicherheit und Netzstabilität sorgen.

Für „Wahle-Mecklar“ sei eine Erdverkabelung möglich und für den Bereich Baddeckenstedt in Planung. Der Südlink solle möglichst unter der Erde verlegt werden. Erdkabel, so Bajus, seine im Hinblick auf des Landschaftsbild und hinsichtlich der Belastung durch Magnetfelder den Hochspannungsmasten vorzuziehen.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde, die von Holger Barkhau (Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Kreistag Wolfenbüttel) geleitet wurde, standen neben Volker Bajus auch die Experten des Netzbetreibers Tennet Rede und Antwort. Sie verwiesen ausdrücklich auf die verschiedenen Planungsphasen der beiden Trassen: während Wahle-Mecklar bereits kurz vor der Umsetzung stehe, sei der Südlink noch in der Vorschlagsphase. Daher, so Volker Bajus, sollten die Anwohner ihre Sorgen hinsichtlich der doppelten Belastung durch den möglichen Trassenverlauf des „Südlink“ deutlich äußern und schriftliche Einwände an das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung schicken. Auf die Frage nach der Leitungstechnologie für die Erdverkabelung und die damit einher gehende Breite der Trassen betonte Wantia, die neueste Technologie ermögliche eine deutliche Reduzierung der Korridorbreite. Prinzipiellen Zweifeln an der Notwendigkeit des Netzausbaus wurde deutlich widersprochen. Mit den geplanten Übertragungsnetzen, so Wantia würden weit unter 50% der neuen Energieversorgung abgedeckt sodass der Rest mit Hilfe neuer Speichertechnologien, mitnichten aber durch den weiteren Ausbau von Stromtrassen zu realisieren sei.

Differenzen gab es zwischen Tennet und den Landwirten, die jedoch an diesem Abend, soHolger Barkhau, nicht zu lösen waren. Barkhau verwies hier auf die Möglichkeit einer externen Moderation.

Nach dem gut einstündigen Austausch standen sowohl die Vertreter von Tennet als auch Pia Beug und Gesa Dodt vom Bürgerdialog Stromnetz für weitere Fragen zur Verfügung. Die Möglichkeit zu Gesprächen in kleinerer Runde wurde vielfach genutzt. Einmal mehr machte diese Veranstaltung deutlich, wie wichtig Vertrauen und Beteiligung für die Akzeptanz der Energiewende vor der eigenen Haustür ist.

 

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Zu diesen Zeiten kannst du auch bei uns vorbeikommen:
Halchtersche Straße 2 in 38304 Wolfenbüttel
Sei dabei! Wir freuen uns auf dich.

Mein Motto:
                  "Nur gemeinsam können wir eine gesunde
                   und lebenswerte Zukunft gestalten."

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© Angela Bösselmann